„Reporters in the Field“ in Berlin

„Reporters in the Field“ in Berlin

Mit mehr als 40 Teilnehmern aus 20 Ländern fand Mitte November der erste große Mentoring-Workshop des Journalistenprogramms „Reporters in the Field“ in Berlin statt.

Was machen Bulgarien und Polen ohne die Ärzte, die ausgewandert sind? Warum und wofür bekommt Russland EU-Gelder, wenn gegen das Land doch Sanktionen verhängt wurden? Und wie ergeht es den LKW-Fahrern, die für Dumpinglöhne quer durch Europa touren? Dies sind nur drei Beispiele aus den 16 ausgewählten „Reporters-Projekten“ dieses Jahres.

Die Recherchen werden von unserem n-ost-Programmbüro und der Robert Bosch Stiftung nicht nur finanziell sondern auch inhaltlich unterstützt. Zu diesem Zweck fand vom 16.-19. November in Berlin ein Workshop mit allen Recherche-Teams der ersten und zweiten Förderungsrunde 2017 statt.

Während des Workshops wurden die Rechercheprojekte weiterentwickelt und intensiv diskutiert. Daran nahmen auch die sechs Juroren des Programms teil und gaben den Fellows im Anschluss daran auch inhaltliche Inputs. Natalia Antelava (Coda Story, Tbilisi) sprach über Storytelling-Methoden, Jutta Lietsch (taz, Berlin) und Lucila Rodríguez-Alarcón (porCausa, Madrid) über Finanzierungsmöglichkeiten für Journalisten, Henrik Kaufholz (Politiken/SCOOP, Kopenhagen) und Natalie Nougayrède (The Guardian, London) über investigative Methoden sowie ethische Fragen des Journalismus. Außerdem gab Attila Mong (DW Akademie, Berlin) den Fellows Tipps, wie man mithilfe von Design Thinking-Elementen bessere Pitches schreibt.

Eine Leitfrage des Programms lautet: Wie kann man effektiv in cross-border Teams zusammenarbeiten? Deshalb haben wir Elisa Simantke, Mitgründerin und Koordinatorin des Recherchenetzwerks „Investigate Europe“ eingeladen, ihre Erfahrungen mit den Fellows zu teilen und die Teams zu Fragen der Teamarbeit zu beraten.

Der Workshop bot den Fellows auch eine Möglichkeit, sich mit n-ost-Mitgliedern und Bosch-Alumni in Berlin zu vernetzen.

Alle Ergebnisse der Rechercheprojekte werden fortlaufend auf der Facebookseite und dem Twitterkanal des Programms veröffentlicht. Die nächste Bewerbungsrunde beginnt voraussichtlich im März 2018.

Foto: Dóra Diseri